Suely Torres No-Man's-Land-Serie bringt Geschichte, Vergessen und Erinnerung zusammen. In der Umgebung des Berliner Mauerparks fotografiert Torres (seit dem Frühjahr 2019) einen eisernen Zaun, der die Teilung der Stadt während des Kalten Krieges in zwei Staaten markierte: Ost/West. »No Mans Land« ist ein Ausdruck, der im Ersten Weltkrieg auftauchte, abgeleitet von der Formulierung »No Man's Land« - buchstäblich das Nie-mandsland. Im Krieg bedeutete es ein gefährliches Territorium zwischen den Grabenzonen der Kämpfer, da es nicht möglich war, sich in diesen Zonen Deckung zu geben. Ein Territorium also, das ausgetrocknet und entvölkert ist. Der Titel von Suelys Serie nimmt diese ursprüngliche Bedeutung, um sie vor unseren Augen neu aufzufas-sen. Brennpunkt Magazine April.2020 - (Text: Natália Quinderé)